Rotkohl Fakten – Wissenswertes und Inhaltsstoffe (Blaukraut / Rotkraut)

Rotkohl Fakten – Wissenswertes und Inhaltsstoffe (Blaukraut / Rotkraut)

Rotkohl, Rotkraut, Blaukraut oder Blaukohl (regional Blauchabis / Rotchabis, -Kabis -Kappes), wie auch immer man ihn bezeichnet, er ist und bleibt eines der Top regionalen Wintergemüse. Warum? – lest ihr hier. Wie heißt es im Zungenbrecher so schön: “Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.”

Funfakt: Nicht nur der Name sondern vor allem die Farbe des Rotkohls variiert von Rot zu Blau (Lila). Das hat einen wichtigen Grund – Rotkohlsaft (genauer der Farbstoff Cyanidin) verändert je nach PH-Wert seine Farbe und wird sogar in der Chemie als Indikator verwendet.

Hauptsaison: Juni-Februar (*ganzjährig regional verfügbar, da sehr gut zu lagern)

Herkunft: Hauptanbaugebiet ist Deutschland (vor allem der Norden) – Rotkohl zählt zu den heimischen Superfoods, ist überall regional verfügbar und eine tolle Option beim Einkauf auf eurem Wochenmarkt (sehr niedrige CO2 Bilanz und gut für die Umwelt). Mutmaßlicher Ursprung des Rotkohls könnte sogar Richtung Asien liegen, belegt ist das er über den Mittelmeerraum nach Nordeuropa kam.

Ideale Lagerung: kühl bei 8-10°C im Gemüsefach des Kühlschranks so hält er sich über mehrere Wochen (teilweise Monate). Kohl reift nicht nach, er sollte allerdings von Äpfel/Bananen/Tomaten und Co fern gehalten werden, da diese das Reifegas Ethylen verströmen, was beim Kohl zum schnellen welken führt.

Einfrieren: Ein kompletter Kohlkopf ist (bei richtiger Lagerung) auch ohne einfrieren lange haltbar. Einfrieren bietet sich allerdings für fertige Gerichte an – einfach eine Extraportion mit zubereiten und an einem stressigen Tag über gutes gesundes Essen freuen.

Farbstoff: Besonderheit am Rotkohl ist der Farbstoff Cyanidin, der für die intensiven und vor allem unterschiedlichen Farbnuancen verantwortlich ist. Diese ändert sich je nach Säuregrad, in der Verarbeitung färben saure Zutaten wie Essig oder Fruchtsäuren von Zitrone, Orange oder Apfel den Kohl rötlich. Zucker, Salz oder gar eine Priese Backpulver bewirken eine satte Lila- bzw Blaufärbung. (Ein tolles Chemieexperiment für jung und alt!). Übrigens lässt beim Kauf eines Kohlkopfs die Farbe einene Rückschluss auf den Boden zu. Nährstoffärmere Sandböden bewirken einen sehr roten Kohlkopf, Kalkhaltige (und damit Calciumreiche) Böden verursachen einen blau/lila Farbton.

Inhaltstoffe: Der Rotkohl ist ein echtes Allroundtalent, nahezu alle Mineralstoffe und Vitamine sind enthalten. Bemerkenswert hoch ist der Anteil an Vitamin K was sich Herz-Kreislauf-fördernd auswirkt. Der hohe enthaltene Anteil an Sekundären Pflanzenstoffen in Verbindung mit seinen Vitaminen geben dem Rotkohl ein super Zellschutz für Fitness und Anti-Aging. Hervorragend für die Ernährung macht den Rotkohl außerdem seine beachtliche Menge an Balaststoffen – perfekt für Verdauung und Darmflora. Wessen Körper sich mit den gesunden Pflanzenfasern etwas schwer tut, kann den Gerichten etwas Kümmel beigeben (auch Fenchel kann hier beruhigend wirken).

Wirkung: Lange Lagerung und intensive Garprozesse können den guten Inhaltsstoffen etwas zusetzen. Am Gesündesten ist er als Rohkost und eignet sich sehr für Salate. Zum Einstieg kann man ihn in einer Küchenmaschine heckseln, später auf einer Raspel in feine oder Messer in gröbere Streifen schneiden. Das Geheimnis ist das anschließend minutenlange Durchwalken (Kneten) mit etwas Salz – per Hand (Handschuhe! sonst gibts blaue Finger) oder einem Kartoffelstampfer bis ordentlich Saft austritt – und dann ziehen lassen. Probiert es mal aus es lohnt sich.

In diesem Sinne, bleibt Fit und Gesund.
Euer BuffedUnicorn.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Laura

    Echt interessant! Besonders das mit dem Farbwechsel anhand des Ph-Wertes werd ich sicher mal zur Kinderbeschäftigung ausprobieren.

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